Vorbereitungstreffen für die weltweite Konferenz zur Kakaoproduktion der ICCO, 9-13 Juni 2014 in Amsterdam

03.12.2013 - 16:50

Unter der Leitung von Gerhard Riess von der Produktionsgewerkschaft trafen sich deutsche und österreichische Betriebsräte aus der Süßwarenindustrie zur Abstimmung über ihre Positionen für die ICCO-Konferenz am 9-13 Juni 2014 in Amsterdam.

Die Produktionsgewerkschaft ist nicht nur Teil der Make Chocolate Fair! Kampagne sondern ist auch bestimmender Akteur im europaweiten Gewerkschafts-Netzwerk cocoanet.eu. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk zum Informationsaustausch zwischen ArbeitnehmervertreterInnen und Organisationen in der europäischen Schokoladen- und Kakaoindustrie aus 14 EU-Ländern. Hauptziel ist die Zielerreichung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette vom Kakaoanbau bis zur Schokoladeproduktion.

Dabei wird Nachhaltigkeit als eine soziale Dimension begriffen, die sich nicht in freiwilligen und damit beliebigen Beiträgen der Unternehmen erschöpfen darf. Zur unternehmerischen Verantwortung in der Kakao- und Schokoladenbranche gehört die soziale Verpflichtung, beispielsweise die Konvention zum Verbot der Kinderarbeit nicht nur zu ratifizieren, sondern auch umzusetzen. Sozial nachhaltig heißt auch, die Menschen in den Erzeugerländern bei den Themen Boden, Pflanzen, Pestizide zu qualifizieren. Faire Preise für Kakaobauern können helfen, der finanziellen Spekulation im Kakaosektor entgegen zu treten. Außerdem können faire Preise längerfristig den Rohstoffbereich stabilisieren und mehr ökonomische Sicherheit für die Unternehmen bewirken. Damit werden auch Arbeitsplätze in Europa sicherer.

Weitere Informationen zur Initiative auf http://www.cocoanet.eu/ und auf http://www.proge.at/servlet/ContentServer?pagename=P01/Page/Index&n=P01_...